2. Etappe: Bad Tölz – Innsbruck (125 km)

Welches Entwicklergenie kommt auf die grandiose Idee einen Wecker zu bauen, der einem Atombomben Alarm ähnelt und dazu auch noch so lange klingelt bis man ihn ausstellt? Hintergrund: um 1:20 Uhr in der Nacht fing dieses Teil aus der Hölle im Nachbarzimmer an zu klingeln. Und zwar durchgehend. Grandioserweise war kein Mensch mehr von der Hotelleitung da, so dass ich nach Minuten langem klopfen die Sache selbst in die Hand genommen und das Ding vom Strom getrennt hab.

Wie ihr euch schon denken könnt war also auch diese Nacht nicht besonders lange, da der Wecker (diesmal wars mein Handy mit humanem Klingeln ;) ) schon um halb 8 läutete. Das Frühstück war dann auch schnell drunten und um 8:40 begann die zweite Etappe mit dem Ziel Maurach.

Petrus hatte mit mir ein Einsehen und verschonte mich den ganzen Tag mit Regen obwohl alles darauf hin deutete.

Sylvensteinspeicher

Sylvensteinspeicher

Der Weg führte mich zuerst zum Sylvensteinspeicher wo mich eine grandiose Aussicht erwartete. Da ich aber noch einiges an Strecke vor mir hatte, sprang ich nicht ins Wasser sonder fuhr weiter in Richtung Achensee. Der Achensee liegt ja bekanntlich in einem Tal. Um dort aber hinzukommen musste ich zuerst einmal den Berg überwinden…

Eins Vorweg: Steile Strecken mit losem Schotter gehören in die selbe Kategorie wie der Wecker des Teufels. Die extrem hohe Geschwindigkeit die man dabei entwickelt sucht seines gleichen. Ich kroch also mit gefühlten -2km/h den Berg hoch und war so dermaßen froh als ich endlich den Weg nach Unten nehmen konnte.

Aachensee

Aachensee

Da ich schon um ca 12 am Aachensee ankam, beschloss ich weiter bis nach Innsbruck zu fahren. Was mir bis dato nicht klar war, war dass das zusätzlich ca 70 km waren. Aber wer nicht hören will muss fühlen…

Der Weg um den Aachensee war eine Augenweide und lädt zum baden ein – wenns nicht 15 Grad hätte. Also fuhr ich weiter und passierte Maurach. Dann kam der beste Teil der Tour bisher. Ein Weg der ca 150 Höhenmeter bergab führte (ich bewunder alle, die diesen Weg nach oben gehen). Meine Bremsen wurden das erste Mal so richtig strapaziert, aber das wars wert. Höchstgeschwindigkeit dieser Etappe war dann auch dementsprechend 58km/h.

Den spaßigen Teil hinter mir gelassen bog ich auf den Innradlweg ein und fuhr auf ebenem Gelände nach Innsbruck. Nach ca 2h Fahrt wurde mir dann bewusst, dass ich mir doch zu viel vorgenommen hatte und kroch die letzten 20 km auf dem Zahnfleisch ins “Ziel” nach Innsbruck. Mein Hotel empfing mich jedoch mit einem sehr schönen Zimmer und angenehmen Bad. Da waren die 60€ auch gut angelegt.

Da der Wetterbericht morgen schlechtes Wetter vorher gesagt hat, werde ich mir überlegen ob ich meinem geschundenen Hintern einen Tag Pause gönn oder gleich weiter fahr.

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