5. Etappe: Bozen – Trient (80km)

Wetterfail des Jahres. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Der Wetterbericht gestern sagte bereits ungemühtliches Wetter voraus, doch die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch diesmal wieder zu traf war eelativ gering.

Leider musste ich mit Schrecken feststellen, dass ich mich diesmal geirrt hatte… Es schüttete wie aus Eimern. Das Grandiose: Ich musste fahren, da ich bereits mein Hotel in Trient gebucht hatte… Also Regenhaut drüber und los gefahren.

Die Strecke war zwar imposant, da ich immer in einem Tal zwischen den Bergen hindurch fuhr, die sich links und rechts von mir auftürmten, doch zerstörte das durchgehende prasseln des Regens jede Motivation stehen zu bleiben oder gar Fotos zu machen. :(

Dadurch beeilte ich mich die knappen 80 km runter zu brechen und möglichst trocken – ha, was für ein Witz – an zu kommen. Die Strecke an sich war sehr schön da sie zu 99% auf einem ebenen Radweg entlang lief.

Witzigerweise traf ich heute einige durchnässte Gestalten auf dem Weg die ebenfalls vollbepackt dem Weg folgten.

In Trient endlich angekommen war ich dermaßen durchnässt das aus meinen Schuhen wahracheinlich ganze Wasserkästen befüllt hätten werden können. Nun ging die Suche nach dem Hotel los, was – mit meinem heutigen Glück – natürlich auf dem Berg lag. Auf dem Weg der eine 20% Steigung aufwies begann plötzlich meine Nase zu bluten.

NA KLASSE. Da ich komplett durchweicht war, hatte ich natürlich keine Taschentücher parat. Also hies es weiter fahren und ignorieren. Nach gefühlten 200 Stunden kam ich dann endlich im Hotel an. Stellt euch nun folgende Szene vor:

Ihr seit an der Rezeption und ein vor Nässe triefender junger Mann mit blutigem Gesicht kommt durch die Tür, grinst freundlich und fragt nach dem bereits reservierten Zimmer. So in etwa haben die beiden Herrschaftenander Rezeption mich angesehen, es aber unterlassen einen Kommentar abzugeben. :)

Als ich endlich in meinem Zimmer war, rettete mich die heiße Dusche und das angenehme Hotelbett in welchem ich immer noch liege und versuche die letzten Kräfte für die finale Etappe zu mobilisieren. Aber irgendwie freu ich mich doch darauf, das ganze endlich geschafft zu haben.

Heutiger finaler Tachstand: 565,40

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