Nun gings also los. 19,8 km + Hindernisse…Das Wetter war mit ca. 15°C und bewölkt auch nicht auf unserer Seite. Wär ja auch zu schön gewesen … Die ersten paar Meter im Pulk liefen noch ganz gut, obwohl ich da schon merkte, wie flott der Schritt war. Das war nicht für die ganze Strecke durchhaltbar. Also Tempo rausnehmen und sehen wie schwer das erste Hindernis wird.
Das erste Hindernis war dann auch bald erreicht. So wie 3000 Läufer die davor anstanden! Ist das jetzt ein Witz oder was? Anscheinend schon, denn wir standen knapp 30 Minuten vor den Autoreifen an und konnten dann erst weiter… Organisations fail…

Nachdem das erste Hindernis erklommen und die Menschenschlange überwunden war, gings weiter über einen Berg und viele Kieselsteine. Eins muss ich sagen: Kieselsteine sind der Horror zum drauf laufen!
Die Hindernisse wurden jetzt abwechslungsreicher: Da gab es eine Stahlkonstruktion über die man sich hangelte ( inkl. anstehen ), ein Wasserloch durch das man durchwaten musste ( In derBeschreibung sollte man hier eigentlich schwimmen, aber bei 50cm Wassertiefe fangen nicht mal Kinder an zu schwimmen) und einen Berg der erklommen werden wollte. Oh, stimmt. Der Berg war als Hindernis gar nicht eingeplant, stellte sich aber als das Härteste am ganzen Lauf heraus…
Nach dem Wasserloch und über kleinere Hügel hinweg war man vollkommen kalt. Zwar hatte ich nicht gefroren, doch die Muskeln waren wieder steif wie vor dem Rennen. Das Wasser hatte wohl temperierte 4 Grad, so dass man hier gerne mehrmals durchlaufen wollte…

Es ging weiter den Berg hoch und wiedermal zum Anstehen. Die Hindernisse waren diesmal vier Mannshohe Heupakete die erklommen werden wollten. Gut fand ich, dass jeder dem anderen half auch ohne darauf hinweisen zu müssen. Weniger gut fand ich die Läufer, die bereits auf ihrer zweiten Runde waren. Diese liefen nämlich einfach an den Hindernissen vorbei… Sportsgeist und Ehre wurden hier gegen Bestzeit eingetauscht.
War der Berg ersteinmal erklommen, lief ich weiter Richtung Erste-Runde-Ziel. Auf dem Weg musste ich erstmal unfreiwillig die Balnce an der Verpflegungsstation halten, denn das Minenfeld aus Bananenstücken und Orangenhälften lud zum fallen ein…
Auch nach diesem (unfreiwilligen) Hindernis schlängelte sich die Route über Kies (“Wer legt so nen Scheiss hier hin?”), Matsch (“Meine Schuhe haben plötzlich Bleisohlen”) und Autoreifen (” Balance halten… Balanc… Ah verdammt”) hin zur ersten Zeitnahme.

Gegen Ende der Strecke wurden auch die Zuschauerzahlen mehr und man wurde (spärlich) angefeuert. Als eines der letzten Hindernisse war das Matschbad drin, in dem ich beinahe meine Schuhe verlor. Kurz noch durch den vermaledeiten Kies kriechen und ich konnte das (Zwischen-)Ziel sehen.
Die Uhr zeigte 2:05:00 an als ich durchlief. 3:30:00 Gesamtzeit sollte echt knapp werden …